Numismatik Lanz München   |   Auction 159   |   8 December 2014
Online bidding closed

<< Previous lot Next lot >>
Lot 667



Estimate: 1'500 EUR   |   Starting price: 900 EUR Price realized: 2'000 EUR
SAMMLUNG MAZARAKIS
KRIM
Cembalo-Gozia
H. (Hieronymus ?) Sauli
Dukaten o.J. (ab 1436), zeitgenössischer Beischlag nach Vorbild eines venezianischen Dukaten. · H · SA VLICH · - G - S H E CAI, Doge (Gouverneur/Capitano) vor Heiligen kniend, zwischen beiden die Fahne, an deren Schaft rechts entlang D/V/X. Rs: · SIT · T XP . E DLT Q · - TV REGIS ISTE D.T., nimbierter Christus in der Mandorla von neun Sternen umgeben. Mazarakis S. 74/47 (dieses Exemplar), Friedberg -, Schlumberger -, Gamberini - . 3,52g. Äußerst selten. Fast vorzüglich. Das Fürstentum Gothia (Theodoro) war ein Nachfolgestaat des Byzantinischen Reiches. Wegen des Kampfes um die Handelsvorherrschaft im Schwarzen Meer kam es mit den Genuesern (Konkurrenz für den genuesischen Hafen Caffa) zu ständigen Konflikten. Den Genuesern gelang es letztendlich Ende des 14. Jhdts. einen schmalen Küstenstreifen von Cembalo (früher Yamboli/ heute Balaklava) im Westen bis Aluston (Alushta) im Osten unter ihre Kontrolle zu bringen. Zur Verwaltung wurde ein Gouverneur/Capitano eingesetzt. Dabei handelt es sich wohl um einen angehörigen der Familie Sauli, die in Genua aus den schriftlichen Quellen gut bekannt ist. Die Auflösung der Vorderseitenlegende könnte lauten HIERONYMUS SAVLI CAPITANO GOTHIA SANTA HELENA ET CONSTANTINO DVX. Die Hl. Helena und der Hl. Konstantin lassen sich als Hauptheilige des gesamten Gebietes ansprechen und sind u.a. im benachbarten Mangup gut belegt. Das G auf der Vorderseite unterhalb des knienden Stadtgouverneurs/Capitanos verweist auf die Prägung im Gebiet von Gozia.

Add to watch list    |   Search for similar lots    |   Share:  

Close