Numismatik Lanz München   |   Auction 163   |   7 December 2016 Sort by Lot-NumberSort by Estimate
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Lot 345





Estimate: 5'000 EUR   |   Starting price: 3'000 EUR ---
RÖMISCHE MÜNZEN
KAISERREICH
COMMODUS (177 - 192)
Bronzemedaillon, Herbst 192, Rom. L AELIVS AVRELIVS COMMODVS AVG PIVS FELIX. Portraitkopf des Commodus im Löwenskalp, die Pranken unter dem Kinn verknotet; Rs: HERC ROM CONDITORI P M TR P XVIII. Hercules, das Gesicht mit Commodus' Zügen, Löwenfell über Schultern und die Keule im linken Arm, zieht mit einem Ochsengespann nach links die rituelle Furche des Pomerium für die erneute Stadtgründung Roms. Im Abschnitt COS VII PP. Gnecchi Taf. 79, 7; MIR 1162; C. 184; vgl. Kent- Stylow-Overbeck Taf. 90, 370 (Vs. Portrait nach links). 73,21g. Äußerst selten. Leicht geglättete Patina, leichte Korrosionsspuren, sonst fast vorzüglich. Im Sommer 192 zerstörte ein verheerender Brand große Teile Roms. Commodus, der sich selbst um die Organisation der Löscharbeiten gekümmert hatte, beschloß die Gelegenheit zu nutzen, sich selbst als Stadtgründer zu verewigen. Rom erhielt nun den Namen "Colonia Aeterna Felix Commodiana". Bei den begleitenden Feierlichkeiten empörte Commodus die öffentlichkeit durch seinen Auftritt im Hercules-Kostüm; zudem ließ er eine monumentale Statuengruppe errichten, die ihn in diesem Kostüm bei der rituellen Furchenziehung wiedergab - ebenjene Darstellung auf der Rs. des Medaillons. Die Entfremdung zwischen Kaiser und Senat verschärfte sich dadurch so sehr, daß diese Ereignisse als Anlaß für die Ermordung des Kaisers und die Thronerhebung des Pertinax gelten dürfen.

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