Numismatik Lanz München   |   Auction 164   |   23 May 2017 Sort by Lot-NumberSort by Estimate
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Session III, Lot 597





Estimate: 500 EUR   |   Starting price: 300 EUR Price realized: 400 EUR
Sammlung Rudolf von Höfken. Sonntagberg (Österreich, Niederösterreich) Hlst. Dreifaltigkeit: Gnadenstuhl, Gemälde, manieristisch. Silberanhänger, vergoldet. Oval, Henkelspur Inmitten von Wolken präsentiert Gott Vater, die Tiara auf dem Haupt, den Kruzifixus, vor dessen Beinen sich die Taube mit ausgebreiteten Schwingen befindet, alle drei Personen sind strahlennimbiert, zu Seiten der Taube "S" und "P". Rahmung durch Rundstaboval. Benediktussegen mit "IHS". Randbegleitender Blattkranz und Perlstab (letzterer nur ansatzweise existent). Rs: Auf dem steilen, felsigen Berg thront ummauert die Wallfahrtskirche mit drei Kuppeltürmen, den Berg hinan stürmen türkische Reiter mit Turban und Halbmond, Krummschwert und Lanzen, am Hang entspringt die Quelle des Türkenbrünnls, den Erfolg der Angreifer vereitelnd, zwischen den Kirchtürmen "SONTAG- | BERG:", seitlich der Kirche "Deus in medio" und "non commouebitur", über spärlichen Bewuchs und Steinen unten am Berg mittig "PS:". Rahmung wie Vs. Zachariassegen mit "MRA" für Maria. 12,04g. Selten. Leicht dezentriert, Oberflächenbeeinträchtigungen, fleckige Oxydation, kleinere Randläsuren. Sehr schön bis vorzüglich.
Barock, von Paul Seel, Salzburg. Die Wallfahrt auf den Sonntagberg ist älter als das Gnadenbild von 1614 und besteht seit dem späten Mittelalter, sie hatte einst europäischen Rang. Die seitlich Gott Vaters gezeigten Wolken entsprechen dem Gnadenbild. Der Bezug zu Benedikt erklärt sich aus dem Umstand, daß die Wallfahrt dem Benediktinerstift Seitenstetten untersteht. Zeller 123 (vergoldetes Messing), weitgehend identisch mit Peus 2438. - "Sonntagsberg. N.Ö. P.S. Nentw. 4 Zeller I. 123." Aus Sammlung Rudolf von Höfken - Hattingsheim.

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