Hess Divo   |   Auktion 334   |   29 May 2018 Sort by Lot-NumberSort by Estimate
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Lot 821





Estimate: 10'000 CHF   |   Starting price: 10'000 CHF Price realized: 22'000 CHF
SACHSEN. SACHSEN, KURFÜRSTENTUM. Friedrich III. der Weise, 1486-1525. Breiter Guldengroschen o. J. (nach 1507). Mit Titel Maximilian I., auf die Generalstatthalterwürde. Stempel von Ulrich Ursenthaler d. Ä.FRID' ° DVX • SAX' (Wappenschild) ELECT' • IMPER (Wappenschild) QVE • LOCVM : TEN (Wappenschild) E'S : GENERA' (Wappenschild) Gehar­nischtes Brustbild r. mit Drahthaube, auf dem Harnisch IHS : MARIA // (Verzierung) • MAXIMILIANVS • (Verzierung) • ROMANORVM • (Verzierung) • REX • * • SEMPER * AVGVST • Reichsadler, den Kopf nach l. gewandt, auf der Brust zweifeldiger Wappenschild. Dav. vgl. 9699; Schnee 37. 29,27 g.
Sehr selten, vor allem in dieser Qualität. Kabinettstück von feinster Erhaltung mit herrlicher Tönung
Provenance: Sammlung J. S. Moser.
Die vorliegende Renaissanceprägung bezieht sich auf die Generalstatthalterwürde, die dem Kurfürsten am 8. August 1507 von König Maximilian I. auf dem Reichstag von Konstanz übertragen worden war. Nachdem Maximilian I. von seiner am 4. Februar 1508 in Trient erfolgten Wahl zum römischen Kaiser zurückgekehrt war, erlosch das Statthalteramt Friedrichs des Weisen. Ihm wurde aber ehrenhalber gestattet, den Titel des Generalstatthalters auf Lebenszeit zu führen. Der vorliegende Guldengroschen gehört in eine Serie von repräsentativen Prägungen, die das Amt hervorheben. Mit den Stempeln dieses Guldiners sollten ursprünglich Doppelstücke geprägt werden. Kaiser Maximilian hatte auch doppelte Guldengroschen und Goldabschläge in Auftrag gegeben. Es läßt sich heute nicht mehr feststellen, ob die einfachen Guldiner in der Münzstätte Hall geprägt wurden oder in der kurfürstlich-kaiserlichen Münzstätte zu Dresden.

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